logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Mittwoch, 01.10.2003

internetz killed das papier im keller

supatyp schrieb am 1. oktober 2003:

Ja, Internetz, ich sach Dir. Kannste gezz den ganzen gebunkerten Printkrempel nach Ebay hinschicken. Die ollen Bravos sind schon längs alle weg. Okay, die eine Vogue, die damals auf dem Index für jugendgefährdende Dingens gelandet ist, die darf bleim. Und die ollen Flipsides kann ich mich au noch nich von trenn. Aber es wird leerer. Langsam, aber sicher. Und die Knaller verwahrt man sich fürs Weihnachtsgeschäft bei ebay. Wirtschaftskrise kann mich ma!

Montag, 29.09.2003

voodoo im juwelierladen

paul schrieb am 29. august 2003:

Das Mädchen blieb stehen, betrachtete eine zeitlang den Kopf, der ihr fröhlich die Zunge rausstreckte. Sie ging zum Juwelier, verlangte den ganzen Körper, der öffnete die Gefriertruhe im Keller. Das Mädchen schraubte den Kopf an den eisigen Torso, holte ihn aus dem Gefrorenen, wärmte ihn auf.

keller(d)arm

männer in blauen anzügen wühlen in den gedärmen des hauses, eine neue heizungsanlage soll es sein. klar doch, natürlich anfang oktober. vier tage kene heizung, vier tage kein warmes wasser. wie ein zeitsprung: am morgen wird heisses wasser im kessel aufgestetzt und ins waschbecken gegossen. träumen dabei, von alten waschtischen mit waschschüsseln.

keller leer



Der Mensch macht Dreck. Das steht ausser Frage. Sobald der Mensch ein Bein hebt, wirbeln schon Staubkörner auf, die, wäre der Mensch wirklich sauber, nicht der Rede wert wären.
Der Dreck steckt irgendwo im Gehirn des Menschen fest und möchte raus. Das ist ihm Bedürfnis und Notwendigkeit zugleich.


keller leer

via swr

Sonntag, 28.09.2003

jan und die apfelkrise

arno schrieb am 19. dezember 2002:

als ich aber zuvor in den keller runterkam, haben mir von der bühne gleich drei äpfel entgegengeleuchtet. klarer fall von promotionveranstaltung. mir ist tatsächlich noch nie jemand untergekommen, der/die diesen apfel abgeklebt oder bemalt hätte (mit nem würmchen zb). andere marken werden nämlich durchaus gerne verballhornt: etwa "arsh" auf einem gitarrenverstärker oder "i love poland" auf einem synthesizer. kriegen die bleichen jungs ihr powerbook denn alle gesponsort, dass sie das emblem so stolz und freudig präsentieren? und was macht untergrundkämpfer pure bei liveauftritten?

Freitag, 26.09.2003

[spuren der macht] der name der tulpe 3: non

burks schrieb am 3. juli 2003

Gegenüber, am ersten Tisch an der Längsseite des Refektoriums, zwei Pater, die Brüder sein könnten. Beide sind korpulent, beide mit nur spärlichem Haarwuchs, beide scheinen einem guten Tropfen nicht abgeneigt. Sie könnte ich mir als Keller- oder Braumeister vorstellen, wenn es hier so etwas gäbe.

kleid, gelb, wolle

in der untersten lage der aussortierten kleidungsstücke, säuberlich gestapelt in einem blauen koffer. da rutschte eine hand unter den stoff, sagen wir, es war einer novembernacht, weil laue sommernächte ein überangebot an rutschenden händen bieten, nicht nur der wärme wegen.

bastion der eigensinnigkeiten

kristallisationspunkt für expertentum. zum beispiel cb-funk oder modellbau. wider des familienlebens, nur mann und passion und sich vertiefen und was, das die kellertreppe runterschreit: kommste jetzt essen? geduldet: der hauskater. die kinder meiden autorität und sie ähnliche interessenlagen. aber es gibt sie, die verbindungspunkte nach aussen: das fachgespräch in dem dazugehörigen fachgeschäft und die stolze präsentation, sollte nachbar huhnke sich einmal hierher verirren.

tantenmörder

Ich hab' meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach;
Ich hatte bei ihr übernachtet
Und grub in den Kisten-Kasten nach.
Da fand ich goldene Haufen,
Fand auch an Papieren gar viel
Und hörte die alte Tante schnaufen
Ohn' Mitleid und Zartgefühl.
Was nutzt es, daß sie sich noch härme -
Nacht war es rings um mich her -
Ich stieß ihr den Dolch in die Därme,
Die Tante schnaufte nicht mehr.
Das Geld war schwer zu tragen,
Viel schwerer die Tante noch.
Ich faßte sie bebend am Kragen
Und stieß sie ins tiefe Kellerloch. -
Ich hab' meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach;
Ihr aber, o Richter, ihr trachtet
Meiner blühenden Jugend-Jugend nach.


Frank Wedekind (1864-1918 ) Der Tantenmörder (bei Gutenberg.de).

via netbib

Donnerstag, 25.09.2003

a propos generalstab

gHack schrieb am 21. april 2003:

Lieber Powerpointcolin, lieber Immerganzdirektgradrausdonald, meint ihr zwei Superstrategen nicht auch, dass wenn die irakische Armee die von euch unterstellten Massenvernichtungswaffen wirklich besessen hätte, diese nicht allmählich gegen eure Truppen zum Einsatz gekommen wären? Wie? "Saddam könnte den Kellerschlüssel von Palast Nr. 125 vergeigt haben, da wo die alle drin sind, die Waffen? Äh. Hm. Tja. Rumdrucks." Das glaubt ihr doch genausowenig wie den Inhalt der eigenen Pressecommuniqués.